Holzfassade oder Bretterschalung

Holzfassade oder Bretterschalung

Holzfassade und Bretterschalung: Wir geben Tipps für den richtigen Aufbau. Damit Sie lange Freude daran haben.

Holzfassade und Bretterschalung: Wir geben Tipps für den richtigen Aufbau. Damit Sie lange Freude daran haben.

Die Holzfassade oder Bretterschalung: Immer wieder erreichen uns Fragen von unseren Kunden. Wir haben sie sortiert und werden sie jetzt in loser Folge an dieser Stelle beantworten. Sie werden sehen: Selber machen ist möglich. Heute geht es um die ersten Schritte bei einer neuen Holzfassade oder Bretterschalung. Bevor Sie mit der eigentlichen Konstruktion und Montage der Holzfassade oder Bretterschalung beginnen, müssen Sie unbedingt eine ernste und folgenschwere Frage beantworten.

Holzfassade oder Bretterschalung: In welchem Zustand ist die tragende Wand?

Viele Holzfassaden oder Bretterschalungen werden nachträglich bei Altbauten montiert. Das kann eine sehr reizvolle gestalterische Lösung sein, etwa wenn traditionelle Stilelemente in gewollte Spannung zu einer modernen Holzfassade gebracht werden. Vor der Frage der Ästhetik müssen Sie aber über den Zustand der tragenden Wand Bescheid wissen. Am wichtigsten ist die Frage, ob sie trocken ist. Andernfalls muss die Ursache für die Feuchtigkeit gefunden und beseitigt werden. Schadhafter Putz und loser Mörtel sollte vor der Montage der neuen Fassade entfernt werden. Schließlich erreichen Sie diese Stellen später nur noch mit sehr viel größerem Aufwand.

Befestigung auf Fachwerk, Putz oder Ziegel?
Ist die tragende Wand aus Fachwerk, Putz oder Ziegel? Dann sollten Sie sich mit dem passenden Befestigungsmaterial ausstatten. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Dübeln und Schrauben, wenn Sie eine Wand aus Ziegeln oder Klinkern verkleiden. Oft befinden sich hinter diesen Wänden Hohlräume oder Dämmschichten, die nicht tragen. Sehen Sie sich die Wand deshalb genau an. Sollte es sich um eine Fachwerkwand handeln, stellen Sie den Verlauf der Holzbalken sicher. Diese sollten Sie zur stabilen Montage der Traglattung nutzen. Hierzu entfernen Sie am besten stellenweise den Putz, um die Lage der Balken festzustellen.

Achtung Strom!
Nach soviel Aufwand meinen Sie, dass Sie die tragende Wand bereits kennen. Aber Vorsicht – eine wichtige Sache sollten Sie vor der eigentlichen Arbeit an der Holzfassade oder Bretterschalung noch erledigen: Wo verlaufen die Stromleitungen? Erst wenn Sie den Verlauf und die möglichen Verzweigungen der Stromleitungen in der Wand nachvollziehen können, sollten Sie zur Bohrmaschine greifen. Danach geht es weiter mit der Holzfassade oder Bretterschalung.

Die Hinterlüftung der Holzfassade oder Bretterschalung

Bereits die richtige Konstruktion trägt zur Langlebigkeit der Holzfassade bei. Deshalb muss jede Holzfassade oder Bretterschalung hinterlüftet sein, sonst holen Sie sich den alles zersetzenden Schimmel direkt in die Wand. Das gilt sowohl für Fassaden mit Dämmung, als auch für solche ohne extra eingebrachte Dämmschicht. Bei schlechter Hinterlüftung trägt die Luft, verursacht durch die hohen Temperaturschwankungen Feuchtigkeit hinter die Holzfassade, die bei sinkenden Temperaturen als Tauwasser hinter der Holzfassade bleibt und dann eine schädliche Wirkung entfaltet.
Eine gute Hinterlüftung erreichen Sie durch die senkrecht verlaufende Lattung oder Konterlattung. Der Lüftungsquerschnitt, also die Stärke dieser Lattung, darf nicht weniger als 30 mm betragen. Daher bietet es sich an, 30/50er-Latten zu verwenden.

Holzfassade oder Bretterschalung ohne Dämmung
Sie möchten Ihre Holzfassade oder Bretterschalung ohne Wärmedämmung montieren? Dann genügen für die Unterkonstruktion Dachlatten 30/50mm. Wenn Sie die Wand waagerecht verschalen wollen, können Sie die Schalung direkt auf der senkrecht angebrachten Unterkonstruktion befestigen. Bei einer senkrecht verlaufenden Schalung gehen Sie genau umgekehrt vor: Hier befestigen Sie zunächst die senkrechte Konterlattung für die Hinterlüftung und darauf dann die waagerecht verlaufenden Traglatten. Grundsätzlich hat sich bei der Lattung ein Abstand von rund 60 Zentimetern bewährt.

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