Abstandshalter im Terrassenbau

Abstandshalter sind das unerlässliche Hilfsmittel aus der Trickkiste des professionellen Terrassenbaus und der Fassadenkonstruktion. Sie kommen immer dort zum Einsatz, wo einzelne Bretter mit einem gleichbleibenden Abstand montiert werden sollen. Das Gleiche gilt für offene Holzfassaden, wie etwa solche aus Rhombusleisten. Neben dem optischen Anspruch, eine gleichmäßige Montage zu realisieren, dienen Abstandshalter auch dem konstruktiven Holzschutz.
Holz unterliegt als natürlicher Werkstoff einem gewissen Eigenleben. Tischler sprechen vom Quellen und Schwinden.
Abstandshalter dienen hierbei als Montagehilfe. Sie sorgen neben dem genannten optischen Aspekt für den nötigen Platz, den die Terrasse oder die Holzfassen benötigen, um lange zu halten. Je nach Konstruktion erreichen sie mit Abstandshaltern eine einfache oder doppelte Wirkung. Sie sorgen für Abstand zwischen den Unterkonstruktionsbalken und den Dielen. Damit vermeiden sie Staunässe und das Ansammeln von Feuchtigkeit. Außerdem sorgen sie als Distanzhalter zwischen den einzelnen Dielen für einen gleichbleibenden Abstand. Damit ermöglichen sie dem Holz als natürlichem Werkstoff das ständige Quellen und Schwinden oder anders gesagt, das Ausdehnen und Zusammenziehen.
Wäre der Abstand zwischen den Terrassendielen nicht fixiert, könnte das Holz beim Quellen gegeneinanderstoßen. Deshalb ist es wichtig, dass der Abstand zwischen den Dielen und Brettern mit Hilfe von Abstandshaltern fixiert wird.

Wann verzichten Sie auf den Einsatz von Abstandshaltern?

Nicht jede Konstruktion verlangt den Einsatz von Abstandshaltern. Bretter mit Nut und Feder erfordern keinen Einsatz von Abstandshaltern, da ihr Abstand durch die Konstruktion vorgegeben ist. Ihr Erscheinungsbild ist also konstruktionsbedingt gleichmäßig.
Unterschiede bei den Distanzstücken: Je nach Konstruktion und Hersteller gibt es verschieden Abstandshalter.

Distanzstern

Der Distanzstern bietet in nur einem Bauteil verschieden starke Strahlen. Je nach Konstruktion kann so immer die passende Distanz zwischen den Terrassendielen oder den Brettern der Holzfassade gewählt werden. Da der Distanzstern nicht fest verbaut wird, also nach der Fixierung der Bretter oder Dielen wieder herausgezogen und weiterverwendet wird, reichen einige Wenige dieser Hilfsmittel für die Konstruktion einer kompletten Terrasse oder Fassade aus.

Distanzkeil

Das Gleiche gilt für den Distanzkeil. Auch er wird nach der Montage des einzelnen Brettes oder der Diele nach dem Fixieren wider aus dem Zwischenraum herausgezogen und für die Ausrichtung des nächsten Brettes verwendet. Diese Keile gibt es in verschiedenen Maßen. Je nach Abstand, den Sie für die Holzfassade oder die Terrassendielen wünschen.
Unser Tipp: Egal, für welches System Sie sich entscheiden, wählen Sie den Abstand zwischen den Dielen oder Brettern nicht zu klein. Neben dem Platz für die Quell- und Schwindbewegungen des Holzes, dient der Raum zwischen den Brettern für die natürliche Belüftung und zur Entfeuchtung des Holzes. Beides trägt zur längeren Haltbarkeit Ihrer Konstruktion bei.

Festverbaute System Abstandshalter

Festverbaute System Abstandshalter ermöglichen es, Terrassendielen jeglicher Abmessungen und Holzart einfach und schnell zu verlegen. Damit erzielen Sie ohne weitere Hilfsmittel ein gleichmäßiges Verlegebild der Dielen.
Festverbaute System Abstandshalter, Distanzleisten oder andere Systemlösungen wie beispielsweise von Spax, Kahrs oder Karle&Rubner sind meist sehr clever und arbeiten oft auf zwei Ebenen. Zum einen wird der gleichmäßige Abstand zwischen den Dielen oder Brettern definiert. Zum Anderen sorgen diese Abstandshalter oft noch für einen Schutz vor Staunässe, indem sie die Auflage zwischen Unterkonstruktion und Dielen oder Brettern minimieren. Ein Vorteil, den sich die Hersteller und Rechteinhaber dieser Systeme bezahlen lassen.
Für welche Lösung Sie sich bei der Montage entscheiden, verzichten Sie nicht auf den Einsatz von Abstandshaltern. Sie tragen zur optischen Qualität und zur Haltbarkeit Ihrer Holzkonstruktion bei.