Verlegerichtung bei Terrassendielen und FassadenholzPatrick Hinzmann

Verlegerichtung bei Terrassendielen und Fassadenholz

Die Verlegerichtung bei Terrassendielen und Fassadenholz ist eine der Fragen, die Sie vor der Montage und sogar vor der Materialbestellung beantworten sollten. Denn von der Verlegerichtung hängen Punkte wie die Menge des Verschnitts und die Frage der Unterkonstruktion ab. Verschnitt meint das Holz, das Sie abschneiden, ohne es zu montieren. Abhängig von der Verlegerichtung und dem Verlegebild, das Sie nutzen möchten, kann das sehr unterschiedlich ausfallen. Sie sollten sich aber nicht nur vom Verschnitt leiten lassen. Es gibt noch einen weiteren Punkt, dem Sie bei der grundsätzlichen Überlegung, in welche Richtung Sie die Leisten oder Bretter verlegen, beachten sollten.

Die Unterkonstruktion und ihre Auswirkung auf die Richtung

Die Unterkonstruktion und die Richtung der verlegten Bretter, Leisten und Profile hängen zusammen. Wir schreiben es lieber einmal zuviel, als dass Sie hinterher viele Stunden oder Tage Arbeit mit Ausbesserungen wegen eines Denkfehlers zubringen. In welche Richtung die Terrassendielen oder das Fassadenholz verlaufen soll, bestimmt den Verlauf der obersten, also tragenden Schicht der Unterkonstruktion. Diese muss rechtwinklig, also über Kreuz zu den Dielen oder Brettern laufen, sonst können Sie diese nicht darauf befestigen.

Dielen vom Haus weg verlegen

Bei Terrassendielen haben Sie meist kaum eine Wahl der Verlegerichtung. Sie ist durch den konstruktiven Holzschutz vorgegeben. Unter konstruktivem Holzschutz verstehen die Experten alle Maßnahmen, die bereits bei der Konstruktion möglichst gute Bedingungen für das Holz berücksichtigen. Viele dieser Punkte müssen bereits in die Planung einfließen, da sie die Holzmenge, die Art und Ausrichtung der Unterkonstruktion sowie Abstände zwischen den Brettern betreffen.
Dielen von Sonnendecks müssen im Rahmen dieser Maßnahmen so montiert werden, dass sie das Regenwasser vom Haus wegtransportieren. Wasser, das zum Haus fließt, verursacht über kurz oder lang weitere Schäden.
Neben der Verlegerichtung ist also auch an ein Gefälle zu denken. Denn Wasser, welches in auf der Terrassendiele steht, schadet ebenfalls.

Nicht nur der Geschmack entscheidet
Über die Richtung der verlegten Bretter und Dielen sollten Se also nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten entscheiden. Bei Holzfassaden oder Sonnendecks werden grundsätzlich alle Bretter so verbaut, dass sie nach jedem Regen schnell ab- und austrocknen können. Das bedeutet, dass die Konstruktion schon so geplant sein muss, dass sie rundum belüftet ist. Staunässe und direkten Erdkontakt gilt es zu vermeiden.

Trocknung ändert sich bei vertikaler oder horizontaler Verlegerichtung

Verlegerichtung bei Terrassendielen und Fassadenholz

Verlegerichtung bei Terrassendielen und Fassadenholz

Bei Holzfassaden gilt der Grundsatz, dass vertikal montierte Bretter oder Profile besser und schneller abtrocknen, also solche, die horizontal verlegt sind. Relativieren lässt sich diese Aussage für die einzelnen Profile oder Bretter. Rhombusleisten haben beispielsweise eine abgeschrägte Kante von 15 Grad. Auf dieser schrägen Fläche läuft Wasser auch gut ab. Ähnliches lässt sich etwa bei bestimmten Profilhölzern beobachten.

Fazit: Verlegerichtung

– Denken Sie von vornherein über den konstruktiven Holzschutz nach.
– Beachten Sie, dass Terrassendielen in Richtung und Gefälle immer vom Haus wegführen sollten.
– Denken Sie bei der Entscheidung, wie die Deckschicht, der Wandvertäfelung, die Holzfassade oder das Sonnendeck verlaufen soll, immer an die Unterkonstruktion. Ihre oberste Schicht muss über kreuz laufen. Sie haben Fragen? Hier erreichen Sie uns.