Verlegemuster

Welche Verlegemuster gibt es?

Verlegemuster sind den meisten unsere Kunden für Fußböden aus dem Bereich des Parketts geläufig. Es gibt diese Muster aber auch für Terrassendielen. Wie etwa den »altdeutschen Verband«, den »englischen Verband« oder die unterschiedlichen Varianten des »Kreuzmusters«. Weshalb sie bei Terrassendielen keine ganz so rasante Verbreitung gefunden haben, ist jedem plausibel, der sich bereits einmal angeschickt hat, eine Terrasse aus Holzbrettern zu verlegen. Diese Dielen werden nicht einfach auf den Boden gelegt. Jedenfalls nicht, wenn sie lange halten sollen. Es gilt für eine gute Be- und Entlüftung zu sorgen. Das erreicht man bei Holzterrassen nur, mit einem gewissen Abstand zwischen der Diele und dem Boden. Für diesen Abstand sorgt die so genannte Unterkonstruktion.

Wirkung von Raum und Fläche
Je nach gewähltem Muster erzielt die Verlegung Ruhe oder aber Lebendigkeit.

Wussten Sie, dass Sie je nach Verlegerichtung der Dielen oder des Parketts auch die Raumwirkung beeinflussen können?
Lassen Sie die Terrassendielen mit der Länge der Terrasse laufen, verstärkt diese Richtung die Tiefe. Gleichzeitig wirkt die Terrasse schlanker. Das gleiche gilt für lange Räume oder ihre Extreme, also Flure.

Bei einer Holzterrasse sollten Sie neben den ästhetischen Gesichtspunkten immer den Erhalt der Terrasse im Blick haben. Diesem dienen Sie am besten, indem Sie die Regeln des konstruktiven Holzschutzes berücksichtigen.

Schiffsboden oder »Wilder Verband«

Schiffsboden oder »Wilder Verband«

Verlegemuster: Schiffsboden oder »Wilder Verband«.

Die Parkettstäbe werden beim Schiffbodenparkett in Reihen verlegt. In jeder Reihe werden die Stäbe ein wenig versetzt. Wie weit dieser Versatz gewählt wird, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Deshalb ist kein Schiffsboden wie der andere.
Wechselt der Abstand zwischen den Stößen, spricht man vom »Wilden Verband«. Dies triff immer dann zu, wenn die Parkettelemente willkürlich verlegt sind.
Im Unterschied zum Schiffboden-Fertigparkett sind die Parkettstäbe beim echten Schiffboden-Parkett gleich lang. Außerdem enden nebeneinanderliegende Stäbe nicht auf gleicher Höhe.

Wie wirken Schiffsboden und »Wilder Verband«?

Lebendig, ohne langweilig zu werden. Denn durch die gleichbleibende, ununterbrochene Richtung der Stäbe oder Dielen wirkt dieses Verlegemuster harmonisch. Der Wechsel der Stöße sorgt dabei für Lebendigkeit.

Der englische Verband, Halbverband oder regelmäßige Verband – diese Begriffe beschreiben alle das gleiche Verlegemuster. Der englische Verband ist übrigens ähnlich wie der Schiffsboden, nur dass seine Stäbe oder Dielen immer um die Hälfte versetzt verlegt werden.

Der englische Verband, Halbverband oder regelmäßige Verband

Wirkt harmonisch: Der englische Verband, Halbverband oder regelmäßige Verband.

Ob englischer Verband, Halbverband oder regelmäßiger Verband – dieses Verlegemuster eignet sich besonders auch für Terrassendielen, da die Verlegerichtung der Bretter und Dielen nicht wechselt. Es kann also auf klassischen Unterkonstruktionen montiert werden. Zu beachten sind die Stöße, also die Enden der Terrassendielen. Diese sollten auf der Unterlattung aufliegen. Dieses Problem ergibt sich beim Parkett nicht, da es auf sowieso aufliegt.
Dieses Verlegemuster ist – je nach Region – auch bekannt als englischer Verband, Halbverband oder regelmäßiger Verband. Die Stäbe oder Terrassendielen werden bei diesem Verlegemuster parallel zueinander gelegt. Sie liegen um die Hälfte versetzt. Beim Parkett kann der englische Verband auch diagonal im Raum verlegt werden.
Wie wirkt der englische Verband?
Die parallele Verlegung von Parkettstäben wirkt harmonisch. Er wirkt durch den gleichmäßigen Versatz deutlich ruhiger als der Schiffsboden. Durch die fehlenden Unterbrechungen der Richtung kann die Möbelauswahl ruhig etwas lebendiger ausfallen. Dieses Verlegemuster sorgt in Räumen mit vielen Möbelstücken für Ruhe.

Oxford ist eine Variante des englischen Verbands oder des Schiffsbodens.

Verlegemuster Oxford: es ist eine Variante des englischen Verbands oder des Schiffsbodens.

Verlegemuster Oxford: Oxford ist eine Variante des englischen Verbands oder des Schiffsbodens. Bei allen drei Verlegemustern werden die Dielen oder Stäbe ausschließlich parallel zueinander verlegt. Beim Verlegemuster Oxford werden die Stäbe oder Terrassendielen mit jeweils um ein Drittel versetzten Stößen verlegt.
Wie wirkt das Verlegmuster Oxford?
Seine Wirkung auf den Raum oder die Oberfläche der Terrasse ist ruhig und harmonisch, da die parallelen Linien nicht unterbrochen werden. Im Unterschied zum »Wilden Verband« oder dem Schiffsboden wirkt es noch ruhiger, da die Stöße eine wiederkehrende, unterbrochene Linie ergeben.

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Altdeutscher Verband

Altdeutscher Verband: Das Verlegemuster entspricht dem regelmäßigen Verband.

Altdeutscher Verband: Der altdeutsche Verband entspricht dem regelmäßigen Verband. Die Stäbe oder Dielen werden dabei parallel verlegt. Dies geschieht jedoch nicht versetzt. Das Muster wird durch kurze Bretter oder Stäbe im rechten Winkel unterbrochen. Dieses Verlegemuster wirkt unruhiger als ein regelmäßiger Verband.

Wie wirkt der altdeutsche Verband?
Dieses Verlegemuster wirkt sehr ornamenthaft und dekorativ. Durch die Gleichzeitigkeit des Quer- und Längsmusters heben sich die Richtungen gegenseitig auf und es entsteht ein Holzboden, der in sich ruht.

 

 

Verlegemuster - Leiterboden oder Leiter

Dieses Verlegemuster lässt Räume größer wirken.

Der Leiterboden, die Leiter oder der Leiterverband ist ein paralleles Verlegemuster. Hinter allen drei Namen steckt das gleiche Muster. Bei ihm wechseln zwei Verlegerichtungen. Auf eine Reihe parallel verlegter Bretter oder Stäbe folgt eine vertikale Reihe einzelner Bretter oder Stäbe.

Wie wirkt der Leiterverband?
Die Wirkung des Leiterverbandes ist eindeutig: Dieses Verlegemuster lässt Räume größer wirken. Die Struktur des Bodes bietet dem Betrachter interessante Strukturen, ohne in seinem Gleichmaß zu sehr abzulenken.

 

Wie wirkt der Flecht-Boden als Verlegemuster? Durch das Nebeneinander und den rechtwinkligen Versatz entsteht eine Dynamik. Sie macht den Boden lebendig und braucht Raum zum Wirken.

Kassettenmuster

Zwei Namen ein Muster: Das Kassettenmuster oder das Verlegemuster Kassette.

Das Kassettenmuster oder das Verlegemuster Kassette wirkt komplizierter, als es auf den zweiten Blick ist. Dielen oder Stäbchen werden zu Kassen zusammengelegt und quadratisch umschlossen.
Beim Kassettenmuster werden vier Dielen versetzt zusammengelegt, dass sie ein Quadrat ergeben. Der Innenraum wird mit Stäben oder Dielen parallel gefüllt. Die entstehenden Quadrate werden mit der Füllung rechtwinklig zueinander verlegt.

Wie wirkt das Kassettenmuster oder das Verlegemuster Kassette?
In seiner Raumwirkung erscheint das sehr attraktive Kassettenmuster neutral. Es kann enge Räume durch den rechtwinkligen Versatz aber überfordern. Für Terrassendielen ist es wenig geeignet, da es große Anforderungen an die Unterkonstruktion stellt.

Welche Unterkonstruktion benötigen Terrassendielen?
Was bei der Unterkonstruktion der Holzterrasse zu beachten ist? Da wäre einmal die Wahl des Materials sowie der richtige Abstand der Unterkonstruktion, den behandeln wir weiter unten. Hinzu kommen die Grundsätze des konstruktiven Holzschutzes. Aber der Reihe nach.

Der konstruktive Holzschutz gilt bereits für die Unterkonstruktion

Schon bei der Unterkonstruktion müssen Sie an die Grundsätze des konstruktiven Holzschutzes denken und danach planen. Wenn Sie erst einmal die Terrassendielen in der Hand halten, ist es dafür zu spät.
Der konstruktive Holzschutz vereint die Regeln, die schon bei der Montage des Holzes für ein langes Leben von Holz im Freien sorgen. Feuchtigkeit und Mikroorganismen sind die limitierenden Faktoren bei Holz im Freien. Daher gilt es, diese zu vermeiden. Achten Sie bei der Planung und beim Aufbau der Terrasse auf folgende Punkte:

– Wasserabführende Ausbildung der Konstruktion. Stehendes Wasser und Sacklöcher sollten vermieden werden.
– Holz-auf-Holz-Kontaktflächen unbedingt minimieren.
– Planen Sie schon bei der Unterkonstruktion das passende Gefälle ein. 2 Prozent sollten es mindestens sein, damit Wasser vom Holz ablaufen kann.
– Vermeiden Sie jeden Bodenkontakt. Holz darf weder Erde noch Sand berühren. Mikroorganismen haben sonst direkten Zugang vom Boden zum organischen Holz. Diese verkürzen die Lebensdauer von Holz im Freien maximal.
– Reduzieren Sie die kapillare Wasseraufnahme über das Hirnholz.
– Soll das Holz beschichtet werden, empfiehlt sich eine Abrundung der Kanten mit einem Radius von 2,5 mm.

Welches Material für die Unterkonstruktion der Holzterrasse?

Kreuzmuster - die klassische Ruhe

Kreuzmuster – die klassische Ruhe

Die Frage nach dem richtigen Material für die Unterkonstruktion hat ganze Bücher gefüllt. Wir machen es kurz: Es gibt zwei Situationen, die beim Aufbau der Holzterrasse und der Frage nach der passenden Unterkonstruktion unterschieden werden.

Das richtige Material sollte auf jeden Fall ein haltbares sein, für dessen Montage unbedingt der konstruktive Holzschutz und damit die entsprechende Belüftung und Entwässerung anzuwenden sind.

Holz für die Unterkonstruktion

Die meisten entscheiden sich für Holz als Material für die Unterkonstruktion. Gründe dafür gibt es einige. Es lässt sich gut handhaben und verarbeiten. Es zeigt in der Regel ähnliches Quell- und Schwindverhalten wie der Belag. Aus diesem Grund gibt es Tischler, die auf dasselbe Holz für die Unterkonstruktion bestehen, wie für den Deckbelag. Der Gedanke dahinter: Die Bewegungen der Terrassendielen durch den Wechsel der Temperaturen, wie durch Feuchtigkeit und Trockenheit sind ähnlich.

Metall für die Unterkonstruktion
Kreuzmuster - die klassische Ruhe mit schrägem Anschnitt

Kreuzmuster – die klassische Ruhe mit schrägem Anschnitt

Hier ist Aluminium heute sehr gefragt, da es nicht rostet und leicht zu handhaben ist. Bei Dielen aus Thermoholz ist Alu die erste Wahl. Beide halten sehr lange. Entsprechende Unterkonstruktionen sind für mehrere Generationen von Belägen zu nutzen. Und diese Zyklen sind gerade bei korrekt montiertem Thermoholz sehr lang.

Gibt es einen Unterschied zwischen Verlegemustern für Terrassendielen und für Parkett?
Ja und Nein. Wenn wir von Verlegmustern für Terrassendielen oder für Parkett sprechen, handelt es sich erst einmal um Strukturen oder Verbände, wie das Holz verlegt werden kann. Viele dieser Muster haben lange handwerkliche Traditionen. Manche Herkunft erkennt man noch am Namen, wie den Schiffboden oder den englischen Verband.

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